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Park Neuhardenberg
Neuer Blumengarten

Während der DDR Zeit wurde das Gut als Turnhalle und Kinderheim genutzt, dann sollte es zu einer Mustersiedlung gemacht werden.

Im Parkgelände wurden Schulen, Plattenbauten und Garagen eingerichtet und es wurde eine Schnellstrasse nach dem 60 km entfernten Berlin gebaut, da Erich Honecker hier seinen Flugplatz hatte.

Carl-Hans Graf von Hardenberg, der letzte Gutsbesitzer, starb 1950. Er wäre gerne in Neuhardenberg beerdigt worden, doch das Regime der DDR verweigerte die Erlaubnis. Später wurde er umgebettet. Seine Witwe fuhr noch viele Jahre lang nach Neuhardenberg, wo sie von ihrem alten Diener abgeholt wurde und Besuche machte. Eines Tages war der Diener verschwunden und sie durfte nicht mehr hinfahren. 1989 erhielt die Familie das Gut zurück. Da es zu groß zum Bewirtschaften war, verkaufte sie es an den Sparkassen- und Giroverband.

Um den 20 ha großen Park mit den Gebäuden instand zu setzen, wurden 5 Büros in Deutschland zu einem Wettbewerb eingeladen. Der Auftrag ging an unser Büro, nicht zuletzt deshalb, weil unsere persönliche Anwesenheit vor Ort Teil unseres Konzepts war. Es ergab sich dann eine Freundschaft mit dem Großneffen von Carl-Hans von Hardenberg, der mit seiner Familie seit der Wende das Vorwerk in Lietzen bewirtschaftet. Seine Gastfreundschaft erleichterte und befruchtete unsere ständige und geregelte Anwesenheit, die sich während der gesamten Bauzeit als unumgänglich herausstellte.
 
 
 
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